Nederlandse Familienamenbank

Naam 
Martin
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Martinot
Martines, de

naamsvermeldingen en literatuurreferenties:

• Antoni Martini (1654-1730) predikant en professor o.a. in Den Bosch. Van Duitse afkomst (Wezel); de familienaam was aanvankelijk Martens. "Grootvader Antoni veritalianiseerde zijn naam en noemde zich Martini." Het familiegraf ligt aan wat nu heet de Martinilaan te Vught [H. Smulders, 'Antoni Martini en de atlas', in: De Kleine Meijerij 44 (1993), nr 4, p 106-108].
• Nicolaes Martini, in 1669 eigenaaar van het gildehuis (Gaffelhuis) te Venray [Gerard Lucassen, 'Het Venrayse gildehuis in de late middeleeuwen: op te Gaffel', in: Jaarboekje Geschied- en Oudheidkundige Kring Venray en omgeving 15 (1996), p 28].
• "Offenbar handelt es sich um eine latinisierende Genitivform, die auch nichtlateinische Namen erfasst (Hermanni, Eberhardi, Wilhelmi usw.) und die nur im gebildeten Umfeld entstanden sein kann und die grosse Bevölkerungsmasse kaum erreicht haben wird. Nun gilt diese Endung vor allem auch als typisch italienisch - was in dieser Pauschalität natürlich nicht korrekt ist -, und ein Name wie Martini kann im Prinzip aus dem Deutschen wie aus dem Italienischen erklärt werden, denn lat. Martinus ist vor allem wegen seines bekanntesten Namenträgers in allen westeuropäischen Sprachen einer der historisch beliebtesten Namen. Es fällt in diesem Zusammenhang nicht leicht, zwischen einem 'deutschen' Namen und häufigen italienischen Namen zu differenzieren. Intuitiv war ich überzeugt, dass in einem Fall wie Martini hier zuerst der italienische Name genannt werden müsste. Doch erlaubt die Verbreitungskarte keinen derartigen Schluss. Hier muss sowohl von der deutschen wie aber auch von der italienischen Namengebung her differenziert werden. Einerseits ist der genitivische Typ weiter verbreitet als etwa von mir intuitiv angenommen. Andererseits ist die italienische Namenlandschaft sehr viel komplexer, als wir stereotyp wahrnehmen. Die Martini-Form (es gibt rund 40.500 Namenträger) - ob Genitiv oder Pluralform sei hier dahingestellt - ist nur für die Toscana charakteristisch. Für den Norden, Zentrum und Süden ist aber der Bildungstyp Martino oder De Martino vorherrschend; zusammengenommen sind die Bildungen Martino, De Martino, Di Martino, dazu noch Martin und die Pluralform Martinis ebenso häufig wie Martini (nämlich rund 40.300) und im deutschen Kontext wäre es leichter, den Familiennamen Martino als typich italienisch auszumachen, Martini kann ebenso gut oder eher deutsch sein" [Dieter Kremer, 'Wortforschung und Namenetymologie', in: Namenkundliche Informationen (2008), nr 93-94, p 21].
• Martini, Martinu: Patr. De HN Martinus. 1563-1629 Willem Martini, Den Haag (NL 32 (1914), 176).   [WFZ]

afkortingen en bibliografische notaties: